Tuesday, 17 August 2010

Malawi/Lilongwe

27 Stunden Busreise stand mir bevor. Das sagte zumindest das GuideBook. Mein Ticket war von Dar es Salaam nach lilongwe gebucht und ich ein bisschen skeptisch, aber froh bei dem Gedanken, die Reise bald hinter mir zu haben.

Aber.... alles kam anders.
Als ich um 5.50 Uhr am Busbahnhof erschien, und Emma G., meine Kontaktperson die mich zum Bus bringen sollte nicht auffand, wandelten sich die ersten Schweissperlen bereits in einen stroemenden Fluss. Nach einigen Minuten in denen ich wie die Locals herumschreiend und durch die Gegend laufend endlich Emma G. gefunden hatte, sah die Welt schon wieder ein wenig besser aus. Kleiner Wehrmutstropfen, ich hatte einenPlatz in der letzten Reihe, etwas hoeher als die restlichen, mit dem kleinen Nachteil, dass es mich bei jedem SeedBumper an die Decke gehaut hat und Erschuetterungen die fuenffache Wirkung auf mich hatten. Nach einigen Stunden hatte ich meinen kleinen Morgenshok verdaut und mich auf die naechsten 25 Stunden fahrt eingestellt. Nachdem mir im Bus schnell schlecht wird, ist die einzige Unterhaltung der iPod, der bloederweise nicht aufgeladen war. Tja, hatte ich also viiieeel Zeit zum nachdenken. Zu viel Zeit!
Als es endlich Abend wurde und ich die einzige Pause von 10 Minuten genutzt habe um ein wenig Essen in mich reinzustopfen, habe ich mir ein wenig Sorgen um den Grenzuebertritt gemacht. Kat und Lisa musste 100 Dollar zahlen um ein einfaches papier zu bekommen mit welchem sie dann in der Hauptstadt ein Visum beantragen konnten. War also einwenig besorgt. Das ich an diesem Abend die Grenze gar nicht sehen wuerde hab ich mir zu diesem Augenblick noch nicht gedacht.
Bald erfuhr ich jedoch, dass ich nicht im direkten Bus nach Lilongwe sass. Erste Sorgenfalten bildeten sich auf meiner Stirn. Aber "everything is arranged for you" wurde mir mehrfach garantiert. No worries! Was das heissen sollte erfuhr ich auch fueh genug. Nach einsamen und anstrengenden 16 Stunden Busfahrt, durfte ich im Niemansland aussteigen. "Malawi Border!" sagte man mir. Auf mich wartete ein Txifahrer, der eigentlich ein Moneychanger war. Mein Bus auf der anderen Seite der Grenze sei schon weg und ich muesste an der Grenze uebernchten, aber "everything is arranged for you, so no need to worry!" Dass ich meinen Bus berits gezahlt hatte und jemand auf mich wartet war ihm relativ egal.
Nach langen Diskussionen in denen ich ziemlich am Ende war, hat er mir total uebrraschend Malawi Kwacha fuer den Bus nach lilongwe gegeben und mich dafuer seine Bier zahlen lassen. Endlich konnte ich ein wenig schlafen. Angeblich war ich ja direktan der Grenze, haette aber auch anders sein koennen. Das war keingutes Gefuehl. Frueh morgens stellte sich heraus, dass es tatsaechlich der BorderTown war. Entgegen aller Sorger hat sich der Grenzuebertritt als harmlos herausgestellt. Dass weitere 15 StundenBusfahrt auf mich warten sollten war mir zu dem Zeitpunkt wiederum nicht klar. Just Happy to be in Malawi!

Gestern mitten in der Nacht hab ich dann durch einen grossen Zufall einen Daenen getroffen, welcher die whereabouts von Kat und Lisa wusste.
Heute morgen istes zum grossen Wiedersehen gekommen.

Morgen gehts an den Lake Malawi. Wir haben uns ein paar entspannte Tage verdient!!!
Bis bald mit mehr "african experience"!
Raphi

2 comments:

Anonymous said...

na sehr org! bin gespannt, was du sonst noch erlebst. und drück die 2 mädels ganz fest von mir!
bussi
lena

Anonymous said...

klingt wie indien nur afrikanisch
matthias